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05

Abgestimmte Lichtsteuerungen

Unabhängige Planung und Integration für Ihre Anlage.

Wir entwickeln herstellerunabhängige Lichtsteuerungskonzepte für den Gewerblichen Innen und Aussenbereich wie auch für die öffentliche Beleuchtung. Auf Wunsch vertreten wir spezifische Hersteller und sorgen durch die enge Koordination eine reibungslose Integration der Steuerung.

05.1

Herstellerunabhängig

Unsere Lichtsteuerungen werden herstellerunabhängig geplant und umgesetzt. Dadurch entstehen flexible, offene Systeme ohne Zwang zu geschlossenen Lösungen. Auf Wunsch integrieren wir gezielt bevorzugte Hersteller und stimmen die Umsetzung eng mit diesen ab.

05.2

Reduzierte Komplexität

Wir vermeiden unnötige Komplexität und setzen gezielt nur jene Funktionalitäten ein, die tatsächlich benötigt werden. Der Nutzende im Mittelpunkt – für intuitive, verständliche und wartungsarme Systeme.

05.3

Integration von Hard & Software

Die Hardware in die Leuchten integriert und auf die jeweiligen Projektanforderungen abgestimmt. Wir bringen alle beteiligten Fachpartner gezielt zusammen, um eine durchgängige und funktionierend Integration der Software sicherzustellen.

05.4

So entsteht ein Steuerungskonzept

Eine Lichtsteuerung ist nur so gut wie ihre Bedienung im Alltag. Wir beginnen deshalb beim Nutzerverhalten und wählen die Technik erst danach, herstellerunabhängig und nur mit den Funktionen, die tatsächlich gebraucht werden.

  1. Nutzung analysieren

    Wir klären, wer den Raum wann und wie nutzt: Schichtbetrieb, Verkehrswege, Tageslichtanteil, Reinigung oder Veranstaltungen. Daraus ergibt sich, welche Zonen eigenständig schalten und wo Licht auch ohne Präsenz nötig bleibt.

  2. Zonen und Szenen

    Im Steuerungskonzept legen wir Zonen, Szenen, Sensorik und Dimmstufen fest und stimmen sie mit der Lichtplanung ab. Die Dimmstrategie gehört in die Planung, denn wo gearbeitet oder gefahren wird, gelten die Normwerte auch im gesteuerten Betrieb.

  3. System und Schnittstellen

    Erst jetzt wählen wir das System, bevorzugt offen wie DALI-2 und D4i, auf Wunsch mit einem Hersteller, den die Bauherrschaft vorgibt. Die Schnittstellen zur Gebäudetechnik und zur bestehenden Installation klären wir, bevor ausgeschrieben wird.

  4. Integration ab Werk

    Die Steuerungshardware integrieren wir, wo möglich, bereits im Werk in die Leuchten und prüfen sie vor der Auslieferung. Das spart Verdrahtung auf der Baustelle und reduziert Fehlerquellen bei der Montage.

  5. Inbetriebnahme und Einstellung

    Nach der Montage vernetzen und parametrieren wir die Anlage und stellen Szenen und Zeitprogramme ein. Die Nutzenden schulen wir so, dass sie die Steuerung im Alltag ohne Spezialwissen bedienen.

  6. Nachjustierung im Betrieb

    Im Betrieb prüfen wir, ob Präsenzzeiten, Dimmstufen und Sensorbereiche zum tatsächlichen Verhalten passen, und justieren nach. Ändert sich später die Nutzung, etwa durch neue Schichten oder Umbauten, passen wir Zonen und Szenen auf Wunsch an.

05.5

Normen und Standards

Eine Steuerung ändert nichts an den lichttechnischen Anforderungen. An Arbeitsplätzen gilt die SN EN 12464-1 mit ihrer erforderlichen und modifizierten Beleuchtungsstärke, im Freien die SN EN 12464-2, auf Strassen und Wegen die SN EN 13201. Im Energienachweis nach SIA 387/4 zählt die Art der Steuerung mit: Präsenz- und tageslichtabhängige Regelung senken den berechneten Elektrizitätsbedarf.

Im Innenbereich setzen wir bevorzugt auf DALI-2, weil Betriebsgeräte und Steuerkomponenten verschiedener Hersteller damit zusammenarbeiten. Für Aussenleuchten normt Zhaga Book 18 die Steckverbindung zu Sensor- und Kommunikationsmodulen, D4i erweitert DALI-2 um Leuchten-, Energie- und Diagnosedaten, und TALQ verbindet die Geräte mit der zentralen Verwaltungssoftware. Wie das zusammenspielt, zeigt unser Beitrag über offene Schnittstellen und Datenschutz. Aussen folgen wir den Empfehlungen des BAFU: bedarfsgerecht steuern und zeitweise absenken oder ausschalten. Sensoren, die nur zählen und niemanden erkennbar machen, fallen nicht unter das Datenschutzrecht.

05.6

Förderung: was die Steuerung beiträgt

Eine Steuerung spart in den Stunden, in denen niemand das Licht braucht, und auch diese Einsparung zählt bei ProKilowatt. Innenbeleuchtung ist förderbar, wenn der spezifische Elektrizitätsbedarf nach SIA 387/4 unter dem ProKilowatt-Höchstwert liegt, und dazu trägt die Steuerung bei. Für Arbeitsplätze im Freien wie Parkplätze, Tankstellen oder Lagerflächen ist eine Steuerung über Tageslicht oder Personen- bzw. Fahrzeugerkennung grundsätzlich vorgeschrieben, Abweichungen müssen im Gesuch begründet werden.

Die übrigen Bedingungen gelten unverändert: höchstens 30 % der Investition, mindestens CHF 20'000 Beitrag, Kostenwirksamkeit bis 8 Rappen pro Kilowattstunde, Bestellung erst nach dem Zuschlag. Öffentliche Strassenbeleuchtung bleibt auch mit Sensorik ausgeschlossen. Welche ProKilowatt-Auflagen für Aussenanlagen sonst noch gelten, etwa zum nach oben abgestrahlten Lichtanteil, steht in unserem Fachbeitrag. Für kleinere Vorhaben, auch aussen und auf Aussensportplätzen, kommt Lightbankplus infrage. Beim Parkhaus Mülimärt lag das Einholen der Fördergelder bei uns.

05.7

Aus unseren Projekten

Parkhaus Migros Mülimärt
Lenzburg · Mai 2024
Parkhaus Migros Mülimärt

Im Parkhaus des Migros Mülimärt in Lenzburg haben wir die Entscheidungsträger durch die Steuerungsfrage begleitet, bis eine Lösung zum tatsächlichen Nutzerverhalten passte. Heute regelt DALI-2 jede Zone einzeln, Licht gibt es nur dort, wo jemand fährt. Die Stromkosten sind seither um mindestens 72 % gesunken, bei über 50 % weniger Lichtpunkten.

Fläche
8'100 m²
Einsparung Energie
> 72 %
Steuersystem
DALI-2
GCK Lions Eishalle KEK
Küsnacht · Februar 2023
GCK Lions Eishalle KEK

Für die Kunsteisbahn Küsnacht haben wir das Steuerungskonzept für Halle und Ausseneisfeld erarbeitet. Die 65 Lichtpunkte laufen über gängige Standards: Ligaspiel, Training in reduzierter Schaltstufe und Aussenfeld werden auf Knopfdruck abgerufen, ohne Spezialwissen im Betrieb. Einstellung, Vernetzung und Nachjustierung der Steuerung lagen ebenfalls bei uns.

Anzahl Leuchten
65
Projektlaufzeit
14 Monate
Montagezeit
4 Wochen
05.8

Ihr Ansprechpartner

Steuerungsprojekte betreut Beat Hohler herstellerunabhängig, vom Konzept bis zur Nachjustierung im Betrieb. Das schliesst die Abstimmung mit Herstellern, Elektroplanung und Installateur ein, damit die Hardware in den Leuchten und die Software der Anlage zusammenpassen.